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Autor Thema: Winterschlafsack/liner  (Gelesen 106 mal)
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Ruhrpottasi

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« am: 11. Juni 2010, 15:26:34 »

Mahlzeit,
da ich beabsichtige im Winter eine Tour in subpolare Gefilde unseres Planeten zu tätigen spiele ich mit dem Gedanken mir einen neuen Schlafsack zuzulegen. Es soll wegen des Gewichts und des Packmaßes ein Daunenschlafsack werden.
Vom Gewicht, dem Packmaß und des Komforts tendiere ich zum Kauf eines Modells von Western Mountainiering. Ich denke mal, daß es die einzig Gute, aber leider auch teure Wahl ist.
Frage: Kennt jemand von Euch eine bessere Alternative?

Nun beschäftige ich mich auch mit dem Thema einer adäquaten Dampfsperre. Die braucht man bekanntlich, damit der Schlafsack nicht wegen der Feuchtigkeit zusammenbricht. Beim durchstöbern diverser anderer Foren bin ich zu keiner Erkenntnis gekommen. Wer von Euch kann mir aus Erfahrung berichten?
Was kauft man? Eventuell Exped?

Gruß
Markus
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Travelmad

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Bis heute war mein Survival erfolgreich!


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« Antworten #1 am: 12. Juni 2010, 14:51:39 »

Schlafsäcke von WM sind eine gute, aber leider  Unentschlossen sehr teure Angelegenheit. Ausserdem habe ich beim Wintercampen, mit und ohne Zelt eigentlich immer meinen Ganzjahresschlafsack (den du ja kennst). Worauf ich aber gesteigerten Wert lege ist die Fläche zwischen Boden und Körper. 70% der Wärme des Körpers wird von der Auflagefläche entzogen. Ich benutze daher 2 Auflagen, einmal eine einfache Sportmatte (früher Isomatte) und darauf eine großvolumige Thermarest mit 3-4 cm Höhe. Im Winter blase ich diese aber nicht mit dem Mund auf weil die Atemfeuchtigkeit negativ auf das wärmeverhalten einwirkt. Die Sportmatte ist in mehrerlei Hinsicht nützlich. Sie dient mir bei einer Rast als Sitzmatte, als Schneefreihalter von Ausrüstung oder zum daraufknieen bei bodennahen arbeiten (z.B. Feuer entfachen)
Da der nächste große Wärmeverlierer der Kopf ist ziehe ich, bei besonders niedriger Temperatur, eine dünne Fleacemütze zum schlafen auf.
Dergestalt ausgestattet ist es mir tatsächlich noch nicht gelungen zu frieren.
--
Ach ja, ein Hinweis zur Bekleidung im Schafsack. Ich trage eine lange Unterhose und ein langärmeliges Unterhemd (Funktionswäsche) sowie Socken. Dieses jedoch eher wegen des wirklich unangenehmen Temperaturunterschiedes wenn du morgens aus dem warmen Nest steigst oder des Nächtens mal dringend ins Gebüsch musst....

Exped Matten wie diese http://www.trekking-expert.de/shop/product_info.php/info/p669_Exped-SynMat-7-Pump-DLX.html/XTCsid/63a0a7fe10388540ff2e0e1fb4c14da5 wären heute meine erste Wahl.

Tieftemperaturerfahrungen meinerseits:

- 21° untern Poncho (damals hatte man nocht kein Tarp)
- 16° im Zelt (Wert nicht besonders aussagekräftig, da ich schon längere Zeit im Zelt lag und ein Körper ja Wärme an die Umgebung abgibt.

Noch ein Tipp am Rande: Such dir zum Schlafen ein windgeschütztes Fleckchen, dann kann dir der Herr Windchillfaktor nicht um die Ohren blasen.. feuer
« Letzte Änderung: 12. Juni 2010, 15:07:21 von Travelmad » Gespeichert

Gruß Travelmad 

nee, nicht schon wieder da, ich wohne hier!

Bis heute war mein Survival erfolgreich, aber ich gebe dem Restrisiko auch seine Chance
Ruhrpottasi

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« Antworten #2 am: 12. Juni 2010, 18:25:26 »

Jau danke Ralf Smiley, da hast Du schon recht mit den doppelten Matten. Ich benutze halt die faltbare BW-Bodenplane. Darauf lege ich dann die Synmat 9 dlx mit integrierter Pumpe. Ich glaub die Sachen hast Du beim paddeln  gesehen. Auch ich schlafe in Funktionsunterwäsche respektive Merinowolleunterwäsche vom Discounter. Eine Mütze oder Kapuze trage ich auch. Manche legen sich noch ein Tuch aufs Gesicht um die Atemluftfeuchtigkeit einzufangen, damits im Zelt nicht schneit.
Aber meine Frage ging mehr darum, ob es eine gleichwertige Alternative zu WM-Schlafsäcken gibt. Ich möchte nicht nur ein oder zwei Tage auf (Wander)Tour gehen sondern min. 10 Tage. Da ist mir meine Kufatüte(TNF Snowshoe) zu schwer und auch zu alt. Ich bin alt und gebrechlich, da kann man nicht mehr soviel schleppen. Grinsend
Da bleibt nur der Daunensack und den muß man bei unter Null mit einer Dampfsperre verwenden, weil ich den Schlafsack bei Minusgraden und das über mehrere Tage nicht trocknen kann. Saugt er sich voll, kollabiert er und ich bin dann am A.... Das will ich vermeiden.
Da ich sehr weit in den hohen Norden möchte, abseits von allem, brauche ich eben Gerümpel auf das ich mich verlassen kann. Dazu zählt ein anständiger Schlafsack. Sowas halte ich für ne Lebensversicherung.
Die andere Frage war, welchen Vapour barrier liner man kaufen soll. Da gibts recht hohe Preisunterschiede für gleiche Materialien. Dieses Teil ist genauso wichtig wie der Schlafsack an sich.

Gruß
Markus


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jackknife

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« Antworten #3 am: 14. Juni 2010, 00:35:04 »

Asi, mal sehen, ob ich Dir etwas helfen kann. Erstmal solltest Du mitteilen, ob Du eine dürre Kehle oder ein fetter Sack bist. Danach richtet sich nämlich massiv meine Schlafsackempfehlung  Grinsend
Zu WM, die Schlafsäcke sind sehr gut, habe selbst fünf dieser Marke. Bist Du einigermaßen schlank, dann passen die mit den Tiernamen. Ich würde Dir den Lynx empfehlen. Sehr guter Allrounder. Zusammen mit einem VBL, ist man mit dem Teil auch bei minus 40° auf der sicheren Seite, so man denn in einem guten Zelt liegt. Spare nicht am Zelt, welches hast Du? Den WM auf jeden Fall mit der Gorehülle kaufen, ohne bringt Dich ob des Kondenses im Zelt nicht weiter.
Du kannst Dich auch bei Feathered Friends umschauen, die machen auch endgeile Schlafsäcke, tolle Schnitte, gute Materialien, feinste Ware. Habe den FF Widgeon als meinen Winterschlafsack. Die Tüte ist gepimpt mit insgesamt 1160gr. feinster 850er Daune, zusammen mit einer Eventhülle, macht das, schwitzen bei minus 20°. Kauf Dir den Schlafsack immer in Schwarz, so Du die Möglichkeit der Wahl hast, somit kannst Du jedwede Sonneneinstrahlung besser zum Trocknen des Schlafsackes nutzen. Mein Widgeon ist innen und aussen schwarz. Wichtig ist zumindest eine Seite schwarz!

Den VBL solltest Du Dir auf jeden Fall von Feathered Friends holen, da dieser der Einzige mit Seiten RV ist und man somit, sollte man einen Hitzestau im Sack haben, mal eben damit durchlüften kann, erhöht den Komfort ungemein im Gegensatz zu den VBL's ohne RV.

 Vergiss Deine Exped Downmat ! Die Dinger sind sehr fehlerbehaftet und man hat keine Redundanz im Eis, will heißen, die bekommst Du des nachts mit klammen Fingern bei -20° nicht mehr dicht, geschweige denn, man findet das Loch. Ich habe jetzt schon die vierte Expedmatte, alle hatten Microlöcher, welche nicht auffindbar waren, daher wurden die Matten getauscht. Bei einem heimischen Campingurlaub sicher nicht so schlimm, im Kahlfjell aber fatal.
Wir beim CC-30.com haben alles mögliche ausprobiert, das Bequemste, leichteste, wärmste und sicherste ist die Kombo aus 1,4mm Evazotematte und einer 3/4 litemat z.b von Ajungilaq oder TAR. Die Tar dient eigentlich nur der Bequemlichkeit, da man bedingt durch die lange Zeit des dunkelseins, relativ viel liegt. Wem das egal ist, dem reicht auch nur die Eva in 1,4mm. Man hat ja auch noch genug Zeug, was man unter den Schlafsack legen kann ( Fleecepullis, Gorejacke usw.) die Sachen trocknen dann immer etwas mit und sind angewärmt für den Morgen, wenn man darauf liegt.

Zelt, ein ordentlicher Tunnel, Hilleberg Keron 3 ist ausreichend für 2 Personen mit Wintergerödel. Bedenke, man muss zur Not darin ein paar Tage abwettern und kochen können. Da sollte das Teil schon genug Platz bieten. Gehe ich allein, habe ich ein HB Jannu, für stürmische Gegenden zu zweit( z.b.  Hardanger Vidda ) benutze ich ein HB Saivo, und für schwedisch/ norwegisch Lappland ein HB Keron 4GT. Bei Zelten bloß nicht sparen! Darin lebst und überlebst Du Stürme ! Ich mache da kein Kompromisse und nehme da bewährtes, was schon viele Expeditionen nutzten!

Wenn Du weitere Beratung diesbezüglich benötigst, ich kann Dir bestimmt noch einige Tips und Tricks erzählen, daher sollten wir dann lieber mal ne Stunde telefonieren, damit Du mitschreiben kannst.

Vergiss Deinen Rucksack, nimm eine Pulka, ebenso nimm Ski und bloß kein Schneeschuhe! Besorge Dir einen Windsack ! Benutze Benzinkocher mit Reinbenzin, Schneeschaufel nicht vergessen, ebenso noch ein 60 x60 cm Stück 1cm Evazotematte, zum Sitzen in den Pausen und beim Stehen als Unterlage für die Füße ( macht gut warm ), 1,5 liter 54% Rum in großer PET Colaflasche ( Öffnet viele Türen von Jagdhütten Einheimischer Zwinkernd , kauf Dir die Daunenjacke zwei nummern zu groß, Handschuhe nur Wolle!!!!, usw, usw. mail mir Deine Nummer oder ich sende Dir meine bis denn
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Ruhrpottasi

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« Antworten #4 am: 14. Juni 2010, 18:00:29 »

Jau danke Dir sehr! Deine Infos helfen mir weiter. Da spricht jemand aus Erfahrung.
Danke!
Werd mich telefonisch bei Dir melden oder umgekehrt.

Gruß
Markus
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